Artenbeschreibungen und Besonderheiten 

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Tanganjikasee-Buntbarsche: 


Altolamprologus     Aulonocranus     Cyphotilapia    Cyprichromis    Neolamprologus    Paracyprichromis    Tropheus    Xenotilapia    Julidochromis    Enantiopus   Callochromis   Triglachromis   


Malawisee-Buntbarsche:


Aulonocara    Cynotilapia     Chindongo    Labeotropheus  Labidochromis    Metriaclima    Otopharynx     Sciaenochromis



... die nachfolgenden Beschreibungen basieren auf meinen in ca. 40 Jahren gesammelten Erfahrungen aus der Cichlidenhaltung und spiegeln nur meine eigenen Einschätzungen wieder.  Laufende Erweiterungen, Ergänzungen ...


Cichliden, das sind Buntbarsche, keineswegs echte Barsche.

 

Typische, leicht erkennbare Anatomie eines Buntbarsches, die ihn von den echten Barschen unterscheidet:

 

  • Ein Nasenloch je Kopfseite, nicht zwei oder mehr
  • Eine einzige durchgehende Rückenflosse, nicht geteilt
  • Rückenflosse weist weichstrahlige und hartstrahligen (meist vorne) Partien auf
  • Meist runder, manchmal gerader Schwanzflossenabschluss, keine Gabelung

         ( Ausnahmen v.a. in Ostafrika! )


  • Meist 3-5 sichtbare, harte Flossenstacheln an der Afterflosse
  • Unterbrochenes Seitenlinienorgan

Altolamprologus compressiceps „chaitika yellow    

 

Größe als Nachzucht:                          5-12 cm, Weibchen 50% kleiner 

Futter:                                                 Mind. 50% fleischlich    

Sozial:                                                Jung in Gruppen, erwachsen als Paar  

Mitbewohner:                                       Außer Aufwuchsfresser, alle  

Vermehrung:                                        Harmonisierendes Paar, laicht in Schnecken

Wasserschicht:                                    Bodenbewohner   

Aquariumtyp:                                       Große Grundfläche und viele

                                                          Steinaufbauten 

Wassernettovolumen:                           Ab 60L ( Paar ) ab 160L ( Gesellschaft )  

 



Die kleineren scheuen und zurückhaltenden Raubfische der Gattung Altolamprologus, mit sehr eigenem Charakter und Verhalten, können in einem Artenbecken ab 50 cm Seitenlänge paarweise oder als kleine Gruppe auch in einem größeren Lamprologini-Gesellschaftsbecken ab ca. 160l einfach gehalten werden. Bei der Einrichtung ist allerdings darauf zu achten, dass das viel kleinere Weibchen möglichst 2-3 größere Schneckengehäuse als zentrales Reviermerkmal, Rückzugsgelegenheit und ggf. Eiablagemöglichkeit erhält. Diese sollten sich in einer ruhigeren Ecke etwas geschützt befinden. Es ist darauf zu achten, dass der Schneckeneingang und das Gewinde gerade für das Weibchen ausreichen in das Innere vorzudringen, das Männchen aber nur bis "um die erste Windung/Ecke" kommt. 

Fütterungen müssen reichhaltig v.a. auch mit tierischen Futtermitteln erfolgen. Sind Altolamprologus im Wachstum, müssen Sie ihnen auch regelmäßig 4-8 Fütterungen am Tage mit gehaltvollem Futter verabreichen, um einer Verkümmerung vorzubeugen. Altos sind in der Szene allgemein dafür bekannt, langsam zu wachsen. Ich halte das für grundsätzlich falsch. Es ist nämlich eher so, dass dieser Fisch, der sowieso als Jungfisch bereits zaghaft ans Futter kommt, meist zu wenig zu fressen erhält, um angemessen rasch zu wachsen. Wenige Wasserwechsel verbunden mit zu hohen Nitratwerten tun ein Übriges zum geringen Wachstum. 
 

Altol. compressiceps 3 Wochen alt

Zum Vergleich: Junge Diskusfische erhalten zu Beginn ihrer Lebensstrecke mehr als 10 mal pro Tag Artemianauplien, um keine Wachstumsschäden auszubilden. Dabei wird allerdings auch "täglich"bis zu 100% des Beckeninhaltes mit vorbehandeltem Wasser getauscht!                    
 

 

 

Altolamprologus sp. "sumbu shell"  

 

Größe als Nachzucht:                          3,5 - 8cm, Weibchen 50% kleiner 

Futter:                                                 Mind. 50% fleischlich    

Sozial:                                                Jung in Gruppen, erwachsen als Paar  

Mitbewohner:                                       Alle  

Vermehrung:                                        Harmonisierendes Paar, laicht  

                                                          In kleinen Schnecken  

Wasserschicht:                                   Bodenbewohner   

Aquariumtyp:                                       Große Grundfläche und viele

                                                          Steinaufbauten 

Wassernettovolumen:                           Ab 60L ( Paar ) ab 160L ( Gesellschaft )    

 

pair of sp. sumbu

Der kleine Schnecken-Alto ist der friedlichste Vertereter seiner Gattung. Auch aufgrund der geringen Größe, ist die Bindung an das zentrale Schneckenhaus stärker ausgeprägt. Kennzeichen, ausser der blauen Körperfarbe mit gelben Brustflossen, ist vor allem auch die unregelmäßige schwarze Marmorierung der Körper, je nach Stimmungslage. Das Verhalten erinnert insgesamt eher an einen kleinen Schneckencichliden der Gattung Neolamprologus, als an das der anderen größeren Vertreter der "Altos".   

 

 

 

 

Altolamprologus fasciatus

 

Größe als Nachzucht:                         12 cm, Weibchen 50% kleiner 

Futter:                                                Mind. 60% fleischlich    

Sozial:                                               Jung in Gruppen, erwachsen als Paar  

Mitbewohner:                                      Außer Aufwuchsfresser, alle  

Vermehrung:                                       Harmonisierendes Paar, laicht in Schnecken

Wasserschicht:                                   Untere freie Wasserschicht    

Aquariumtyp:                                      Große Grundfläche und viele

                                                         Steinaufbauten 

Wassernettovolumen:                          Ab 60L ( Paar ) ab 160L ( Gesellschaft )

 

male fasciatus
female fasciatus

A. fasciatus bewegt sich mehr im offenen Wasser als die beiden anderen Vertreter der Gattung. Im allgemeinen ist noch recht wenig über die Biologie dieser selten eingeführten Art in Deutschland bekannt. Die großen, leicht bläulichen und sehr klaren Raubfischaugen sind ein echter Blickfang. Er ist der scheuste und am wenigsten durchsetzungsfähige Vertreter der Gattung Altolamprologus. Haltungsempfehlungen entsprechen weitgehend denen von Altolamprologus compressiceps und calvus. Achten Sie bei "fasciatus" aber auf ein noch ausgeprägteres verfüttern tierischer Nahrung und auf sehr friedliche Beifische. Eine Vergesellschaftung sollte deshalb auch nur mit allesfressenden oder sich fleischlich ernährenden ruhigeren Mitbewohnern der Gattungen Neolamprologus oder Cyprichchromis u.ä. erfolgen. Hektische Aufwuchsfresser und mittelgroße bis große Höhlen-Lamprologini sind hier deutlich fehl am Platze. Ebenso wie Tiere des Feenbuntbarschkomplexes. Wegen seines Verhaltens ordnen einige Wissenschaftler diesen Fisch der Art "Altolamprologus" zu. Andere ordnen ihn lieber bei "Neolamprologus" ein, weil ihm ein seitlich abgeflachter und hoher Körper, wie ihn die anderen beiden Arten haben, fehlt.  

 

 

Altolamprologus calvus „black pectoral“

 

Größe als Nachzucht:                         12 cm, Weibchen 50% kleiner 

Futter:                                                 mind. 60% fleischlich    

Sozial:                                                jung in Gruppen, erwachsen als Paar  

Mitbewohner:                                       alle  

Vermehrung:                                      harmonisierendes Paar, laicht in Schnecken, 

                                                         Spalten  

Wasserschicht:                                   Bodenbewohner   

Aquariumtyp:                                      große Grundfläche und viele Steinaufbauten 

Wassernettovolumen:                          ab 60L ( Paar ) ab 160L ( Gesellschaft )

 

Haltung wie A. compressiceps, Futter wie A. fasciatus. Das Maul ist spitzer und länger sowie weiter nach vorne gerichtet als bei "compressiceps". Calvus stellt, mehr als die beiden anderen Alto-Arten, sowohl den Eiern als auch den Jungfischen anderer Arten nach. 

Ein schwarzer Perlhuhnbuntbarsch, der seine Flossen in Balz oder Verteidigungshaltung streckt ist eine wahre Pracht! Mit tiefschwarzem Kopf und weit gespreizten Flossen sowie kontrastreichen hellen Punkten "Perlen" bietet er seinem Betrachter dann ein eindrucksvolles Schauspiel. Man muss jedoch wissen, dass diese Tiere die bei weitem variabelsten Altos. sind, wenn es um Färbungen nach Stimmungslage geht. Echtes "schwarz" wird selbst der "congo black pectorale" nur selten zeigen!

 



Cyphotilapia sp. frontosa, sp. gibberosa


Größe als Nachzucht:                    16cm-30cm selten größer, Weibchen 25%                                                         kleiner 

Futter:                                             Mind. 70% fischfleischlich    

Sozial:                                             In Gruppen mit vielen Weibchen 

Mitbewohner:                                  Lamprologini 

Vermehrung:                                   Auf dunklerem Sandboden, unspektakulär         

Wasserschicht:                                Tiefwasserbewohner an Felswänden   

Aquariumtyp:                                   Große Grundfläche und hohes Becken  

Wassernettovolumen:                      Ab 500L im Artenbecken ab 750L in

                                                        Gesellschaftsbecken



group of female gibberoa congo moba
female gibberosa congo moba

Dieser zu recht in der Aquaristik beliebte Großcichlide besticht jederzeit durch seine erhabenen Bewegungen und Körperhaltungen, Beflossungen. Wie bei vielen Raubfischen üblich ist der Charakter zurückhaltend und scheu. Sein ruhiges, abwartendes Wesen aber täuscht. In Raubfischmanier steht er zu Dämmerungszeiten im See zentral und mit herrlich gespreizten Flossen, mal quer, mal diagonal, mal vertikal mitten über oder an zentralen Steinbrocken, Wänden und beobachtet die Szenerie aufmerksam, nur um sich dann langsam annähernd, schläfrige Jungfische in einer faszinierenden, mit dem Auge kaum wahrnehmenbaren, blitzartigen Maulbewegung durch Unterdruck "einzusaugen" oder sich bei Gefahr blitzartig zurückzuziehen. Nur die dominanten Tiere stehen dort zentral, kleinere oder jüngere Tiere stehen Ihnen aber jagdtechnisch in nichts nach. Im Aquarium fügen sie sich in hohen Becken, ihrem Range entsprechend, geschmeidig an die bewachsenen Seiten- und Rückscheiben, Kunstwände oder an Felsimitate. Es dürfen für Cyphotilapia gerne über 70 cm Wasserhöhe sein. Da dunkle Seitenscheiben, dunklen Felswänden im See gleich, mit einem edlen Algenteppich übersät sind, wirkt es auf den Betrachter, als ob man sich selbst im Habitat am Rande der vertikal verlaufenden Felszone befände. Auch dort stehen die Tiere sehr häufig vertikal und diagonal an den steil und glatt sowie oft sehr tief abfallend verlaufenden, aber immer recht bealgten Felswänden, denn sie sind dort in ihrer von Dämmerlicht geprägten Lebenswelt keineswegs nur horizontal ausgerichtet. Kleinere Tiere sind in ähnlich eingerichteten Aquarien jederzeit in der Lage, die sie gelegentlich ruppig zurechtweisenden Großen ihrer Sippe locker auszumanövrieren. Den "freien" Boden suchen die Tiere, in solch geeigneten Becken, auf, wenn es dort zu fressen gibt oder gelaicht bzw. wenn der Standort "rasch" gewechselt wird. Auch tragende Weibchen suchen gerne den Bodenbereich auf. Wer es jetzt noch schafft auf helle Lampen zu verzichten ( vgl. Lebensraum ) und statt dessen lieber dunkles LED-Blaulicht, besser nur "natürliche" Raumbeleuchtung belässt, der hat die Haltung dieser hervorragenden Art unter häuslichen Gefangenschaftsbedingungen best möglich optimiert! Damit dies ganz klar ist. Es handelt sich dann aber trotzdem nicht um eine "artgerechte" Haltung. Diese wäre, die richtigen Wasserparameter vorausgesetzt,  vielleicht annähernd im nächsten See Ihrer Gemeinde, Region ab einem Volumen von 50 Mio. L. und mehr sowie ab einer Tiefe von mindtestens 30 m und mehr zu finden. Und selbst diesen Teich hätten die Tiere, wenn sie es drauf anlegten, in weniger als einer halben Minute  "durch". Artgerecht ? Auf zu viele Verstecke, Gegenstände etc. sollte man im Aquarium verzichten, diese tragen nur zu Revierkämpfen und Argressionen bei und rauben wichtigen Schwimmraum bzw. Wasservolumen. Verstecke für Cyphotilapia sollen offene, große Tunnel und einzelne nebeneinander arrangierte Felsbrocken sein. Geschlossene Höhlen werden nur ungern als Rückzugsort angenommen! Noch wichtiger ist eine genügende Anzahl an Individuen, damit sich die angesprochenen "Zurechtweisungen" verteilen.   


Übrigens ... wussten Sie es? Als relativer "Tiefwasserbewohner" ( Vorkommen teils bis über 100 m Tiefe ! ) kann das Füttern von Cyphotilapia über die Wasseroberfläche den Tieren, und damit Ihnen, langfristig große Probleme bereiten! Warum? Sie fressen in tieferen Wasserregionen im See und sind schlicht zu tollpatschig ihr Fressverhalten anzupassen. Problematisch wird das, wenn die  eigentlich eher zögerlich ans Futter gehenden Tiere einmal tagelang kaum gefüttert wurden. Gierig hungrige Tiere stürzen dann im Becken an die Oberfläche und nehmen mit ihrem großen Raubfischmaul teils erhebliche Luftmengen durch das typische "Einsaugen" auf, welche leider auch mit geschluckt werden. Man kennt das von Teichkarpfen mit ihren verhältnismässig riesigen Mäulern, deren Oberkiefer bei der Nahrungsaufnhame teils über die Oberfläche des Wasser herausragen und sie an der Wasseroberfläche "gefüttert" werden. Es ist nun nicht so, dass diese Luft in unseren Tieren nach ein paar Tagen von selbst über den Verdauungstrakt entweicht oder durch den Körper von alleine ganz nach aussen diffundiert, wie manche Aquarianer glauben und kommunizieren. Einige Tiere lernen damit eine beachtliche Zeit lang zurecht zu kommen. Diese Luft bleit aber im Körper eingeschlossen und bildet dort anhaltend größer werdende Blasen, welche bei nachhaltig selbem Fressverhalten irgendwann so erheblichen Auftrieb schaffen, dass der Fisch scheinbar wie ein Korken aufschwimmt und sichtbar Schwierigkeiten hat die Wasseroberfläche zu verlassen. Stark betroffene Tiere liegen dann quer oder gar verdreht und bäuchlings über die Wasseroberfläche hinausragend. Diese Blasen beschränken sich dabei keineswegs nur auf dem Magen-Darm-Trakt sondern breiten sich durch Druckaufbau im gesamten Bauchraum aus. Der Zustand wird bis zum unvermeidbaren elenden Absterben betroffener Tiere durch Erschöpfung jahrelang andauern wenn diese nicht zuvor erlöst oder behandelt werden! Was tun um vorzubeugen? Ganz einfach, füttern Sie ausschließlich eingeweichtes und schnell sinkendes Futter und füttern Sie keine Tiere, welche bereits an der Oberfläche betteln, wenn Sie sich mit Futter nähern!


Nur wirklich erfahrene Tierärzte könnten durch Punktieren ( ansetzen einer Hohlnadel zur Gasfreisetzung ) am Bauchraum versuchen, Abhilfe zu schaffen.


Aber Achtung: Dieses "Problem" hat nichts mit dem eher stressbedingten Verhalten zu tun, welches die Tiere zeigen, wenn Sie, teils mit ansonsten ruhig angelegten Rücken- und Schwanzflossen, nur mit den beiden Brustflossen quasi leicht rudernd  vor und zurück "wippen", eventuell dabei etwas schräg im Becken stehen. Die Symptomatik mag im ersten Moment ähnlich sein, die Konsequenzen sind es aber bei weitem nicht. Das stressbedingte Problem legt sich nach einiger Zeit nämlich wieder, wenn das Tier keinen solchen mehr empfindet.


Stressoren, welche das tyipsche, vorübergehende, "wippen,schaukeln,rudern" auslösen können:


Neue Tiere, Umsetzen, Neueinrichtung, Futterumstellung, zu viel Futter, fehlende Rückzugsmöglichkeit, permamentes gejagt werden, zu helles Licht, zu kalte Temperaturen, andauernd zu viel menschliche, haustierliche Bewegung und Aktion direkt vor, im, am, über dem Becken, ...


Sehen Sie in beiden oben beschrieben Fällen bitte dringend davon ab, die Tiere dann als Therapiemaßnahme in dunkle Kisten zu sperren, ohne Futter und ohne Licht für viele Tage. Im ersten, schlimmeren Falle, kann das sowieso nichts werden. Was da in verschiedenen Threads, Foren immer wieder vorgeschlagen wurde ( wird ) ist und bleibt Tierquälerei, und zwar ganz egal, ob dieses Vorgehens letztlich von Erfolg gekrönt wird oder nicht! 


Im Übrigen aus meiner Sicht: Dieser Cichlide sollte der eigentliche König der Buntbarsch-Aquarisitk sein, ist er doch, alleine in der Haltung, um ein vielfaches anspruchsvoller als bspw. Tropheus, Diskus oder Uaru es sind, welche ich alle bereits pflegte und pflege. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er vieles "Schlimme" in falscher Haltung etwas länger aushält als diese Tiere!  


Am besten hält man die Tiere als Erwachsene in einer größeren Gruppe mit einem oder zwei Männern und vielen Weibchen in einem großen Artenbecken. Eine Vergesellschaftung ist schwierig, kann erfahrenen Aquarianern aber langfristig gut gelingen. Das viele "frontosa" in Gesellschaftsbecken mit vielen anderen großen Buntbarscharten eine Zeit lang mehr schlecht als recht überleben heißt ja nun nicht, dass damit die Vergesellschaftung gelungen ist! Oft geht es dann ein zwei Jahre gut bis - bedingt durch die schleichend schwächer werdenden Tiere oder durch Verhaltensstörungen - die Probleme beginnen .... .


Generell könnte man festhalten, dass die art jedenfalls die dominante im Becken sein muss, wenn man es richtig machen möchte. D.h. im Umkehrschluss es sind dann nur wenige aber gut passende "Beifische" zu finden. Die Beckengröße spielt dabei keine besondere Rolle!




Tropheus sp. black; sp. red; sp. moorii; sp. brichardi, sp. polli


Größe als Nachzucht:     9-13 cm selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                           zu 99% pflanzlich, 1% Kleinstlebewesen im Aufwuchs      

Sozial:                          Bildet Kolonien.  Gruppe >10 Individuen    Mitbewohner:                 Aufwuchsfresser  

Vermehrung:                  Maulbrüter. Abgelaicht wird auf "Lieblingsstein"    

Wasserschicht:              Freiwasserbewohner     

Aquariumtyp:                 Hohes Becken mit wenigen Reviersteinen    

Wassernettovolumen:     Ab 10 adulten Tieren mindestens 200L netto 

                                    ( Gesellschaft nur mit anderen Aufwuchsfressern ab 300L )

 

young Trop. moorii "kasanga "red rainbow"
Tropheus sp. black "bemba" group

"Bei Tropheus muss man umdenken!" Diese Worte erzählte mir einer der renomiertesten Tanganjikakenner in Deutschland. Er ist Mitbegründer der Tanganjikaaquarisitk in der heutigen Form. Recht hat er. V.a. auch was die in den Foren kursierenden Hinweise und Angaben angeht. Richtig dort dargestellt sind die Richtlinien für Fütterung und Gruppengrößen. Falsch dargestellt hingegegen sind Geschlechterratio und Bruttowasservolumina. Zu letzterem und zum Futter sowie zur Wasserpflege bei Tropheus habe ich an anderer Stelle bereits einiges gesagt. Vgl. unter "Haltung". Eines erscheint mir aber noch wichtig. Das Geschlechterverhältnis sollte ganz im Gegenteil zu der vorherrschenden Meinung von einem Mann zu fünf Weibchen, also 1:5, oder noch schlechteren Verhältnissen 1:xx , eher eins zu eins oder sogar mit leichtem Männerüberschuss geplant werden. Gerade in den zuvor genannten Verhältnissen kommt es zu Aggressionen und Krankheiten durch Stress, weil die wenigen kleineren Männer, viele Weibchen von den oft zwei zentralen Männern ständig gebissen und "reife" Weibchen andauernd angebalzt werden. In der Folge werden auch die Weibchen untereinander aggressiv um die beliebtesten Rückzugsplätze, Stellplätze im Becken kämpfen. Der Kreislauf der Aggression nimmt seinen Lauf. In ausgeglichenen Gruppen hingegen, verebbt die Aggression und verteilt sich auf viele unterschiedliche Köpfe und Zwecke, äußerst sich dann oft nur noch durch kleinste, sehr kurze Scharmützel aus unterschiedlichen Gründen. Eine tiefe hierarchische Rangordnung größerer Gruppen mit vielen Männern und Weibchen sowie Jungtieren, kleinen und großen Tieren, wirkt mithin eher beruhigend und ausgleichend. In diesem Falle schwimmen die inaktiven Männer zusammen mit den Weibchen in einer Art Schwarm inmitten des Beckens, in einigermaßen Entfernung zu den Revierbesitzern recht ruhig umher. Das volle Farbspektrum werden aber immer nur balzaktive Tiere und Revierbesitzer zeigen! Wird Ihnen z.B. beim Kauf hingegen erzählt, dass alle Tiere einer Gruppe immer volle Farben zeigen, werden Sie besser misstrauisch! 

 

Aulonocranus dewindti  

 

Größe als Nachzucht:                      11-13 selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                                             mind. 30% fleischlich    

Sozial:                                             in Gruppen mit vielen Weibchen 

Mitbewohner:                                   außer Aufwuchsfresser alle  

Vermehrung:                                    Männchen baut große Sandburg  

Wasserschicht:                                Freiwasserbewohner in Bodennähe    

Aquariumtyp:                                   große Grundfläche und hohes Becken  

Wassernettovolumen:                       ab 160L in Artenbecken ab 300L in  

                                                      Gesellschaftsbecken

 

 

Der einzige Verteter seiner Gattung und im männlichen Geschlecht ein Sandburgenbauer sondergleichen. Dieser friedliche Buntbarsch des offenen Wassers beeindruckt durch seine silbrig reflektierenden Flossen und die großen Augen ebenso wie durch sein Balzverhalten rund um die Sandburg. Die Männchen bilden überdies metallisch wirkende Flanken in allen Regenbogenfarben aus. Die Tiere sollten nie als Paar sondern immer als Gruppe mit mehreren Weibchen gehalten werden. Das ständige Drängen der Männchen würde sonst rasch zur Erschöpfung des Weibchens führen. Sie sind in offen gehaltenen Becken ab 160L problemlos in kleineren Gruppen zu halten. 

 

    

Cyprichromis leptosoma "mpulungu"   

 

Größe als Nachzucht:                      8-11 selten bis 12 cm, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                                             mind. 30% fleischlich    

Sozial:                                            Gruppen > 10 Individuen, mit vielen Weibchen 

Mitbewohner:                                   außer Aufwuchsfresser alle  

Vermehrung:                                    Maulbrüter. Abgelaicht wird im offenen Wasser 

Wasserschicht:                                Freiwasserbewohner   

Aquariumtyp:                                   langes und hohes Becken  

Wassernettovolumen:                       ab 160L in Artenbecken ab 300L in  

                                                      Gesellschaftsbecken

 

Diese Freiwasserbewohner ziehen in teils enormen Schwärmen heringsgleich über die Felslitorale des Sees. immer auf der Suche nach Plankton und Sexualpartnern sind sie bevorzugte Beute von großen Cichliden und Wasservögeln. Im Aquarium sind diese Tiere in Gruppen ab 8-10 Tieren gut aufgehoben, wenn viel Schwimmraum und wenig Einrichtung vorhanden ist. Die Männchen vieler Cyprichromis-Varianten bestechen durch ihre irrisierenden Farben, welche reflektiert durch das Sonnen- oder seitlich einfallendes künstliches Licht, ein farbliches Feuerwerk verursachen können.  

group of leptosoma "mpulungu" blue flash

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neolamprologus splendens / "kiumba orange" 

 

Größe als Nachzucht:   8-12 cm, selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                         mind. 40% fleischlich    

Sozial:                        Bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:               Alle  

Vermehrung:                Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:            Bodenbewohner    

Aquariumtyp:               Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer Grundfllache   

Wassernettovolumen:   ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken
 

 

pair of helianthus "kiumba orange"

Als aggressivster Vetreter der Gattung der Feenbuntbarsche ist dieser wunderschöne "Genosse" besser paarweise in kleineren Becken oder aber in großen Gesellschaftsbecken aufgehoben.
Seine orangene Grundfärbung, sowie zusätzlich bei einigen Tieren auftretende kräftiger orangene Befleckung machen ihn zur Perle jedes Beckens. Gleichwohl er als "helianthus" oder "kiumba orange"  gehandelt wird, ist er viel mehr eine Farbvariante von Neolamprologus splendens, welche sich immer durch eine durchgezeichnete Augenlinie bis hin zum Maul von anderen Feen unterscheiden lassen. Zudem unterscheiden sich splendens von diesen auch durch ein "säbelartig" aufwärts gewölbtes Maul. Es gibt allerdings Tiere unterschidlicher Fanggebiete mit unterschiedlichen Merkmalen. Ich habe zwei Varianten!
 

 

Neolamprologus helianthus / "sunflower"

 

Größe als Nachzucht:   8-11 cm, selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                         mind. 40% fleischlich    

Sozial:                        Bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:               Alle  

Vermehrung:                Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:            Bodenbewohner    

Aquariumtyp:               Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer Grundfllache   

Wassernettovolumen:   ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken
 

 

 

Neol. helianthus - female

Diese Tiere unterscheiden sich deutlich vom splendens, für sie muss noch ein eigener Artname gefunden werden. Tatsächlich kann es sich dabei auch nicht um eine Standortvariante handeln, da ihm die typische Zeichnung des splendens ( bspw. an den Flossensäumen schwarz ) genauso fehlt wie sein schräg zum Fischkörper ausgerichtetes Raubfischmaul oder der gedrungene hochrrückige Körper. Leider werden beide Arten im Handel gleichermaßen als helianthus/kiumba orange angeboten. Auch er zeichnet sich häufig durch hübsche orangenen Punkte an den Flanken aus.

 

Neolamprologus caudopuntatus "kapamba"

 

Größe als Nachzucht:    4-5 cm selten über 5 cm, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                          mind. 30% fleischlich    

Sozial:                          bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:                 Alle  

Vermehrung:                 Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten,    

                                   unten Steinen     

Wasserschicht:            untere freie Wasserschicht und Bodenbewohner    

Aquariumtyp:               Spalten, Höhlen, Schneckenhäuser und große Grundfllache   Wassernettovolumen:   ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken
 

 

 

Neolamprologus savoryi

 

Größe als Nachzucht:     7-9 cm, selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                           mind. 6 0% fleischlich    

Sozial:                          Bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:                 Alle  

Vermehrung:                  Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:              Bodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer  

                                    Grundfllache   

Neol. savoryi - male

 

Eigentlich eine Art der Feen-Familie. Er weist jedoch bereits deutliche Züge eines Raubfisches auf. Man beachte das Raubfischmaul ... 

Die enge Verwandschaft zu splendens und helianthus ist frappierend und jederzeit in Aussehen und Verhalten deutlich zu erkennen. Ein äusserst interessanter Buntbarsch. 

 

Nolamprologus crassus

 

Größe als Nachzucht:   6-9 cm, selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                         mind. 40% fleischlich    

Sozial:                        Bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:               Alle  

Vermehrung:                Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:            Bodenbewohner    

Aquariumtyp:               Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer

                                  Grundfllache    

Wassernettovolumen:   ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken
 

 

Ein ganz besonders nett anzusehender Vertreter der Feen ist auch dieser kleine und recht selten gefangene Kerl. Dabei handelt es sich be i en Tieren unten keinesfalls um Vertreter der Art "gracilis".    

Neolamprologus crassus

 

 

Neolamprologus crassus sp. marunguensis

 

Größe als Nachzucht:   8-12 cm, selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                         Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                        Bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:               Alle  

Vermehrung:                Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:            Bodenbewohner    

Aquariumtyp:               Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer Grundfllache   

Wassernettovolumen:   Ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken
 

 

 

 

Neol. crassus sp. "marunguensis" female

Eine recht stattliche und mit wehenden hellblauen bis weißen Fahnen ausgestattete Standortvariante der crassus aus der Gegend der Marungu-Highlands ist dieser hier. Er wird in Gestalt und Länge um einiges größer als die Nominatform. Deshalb ist es auch hier überlegenswert, den Tieren einen eigenen Artstatus zuzusprechen.  

 

 

 

Cyprichromis microlepidotus "kasai"  

 

Größe als Nachzucht:                  11-15 cm, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                                         Mind. 30% fleischlich    

Sozial:                                        Gruppen > 10 Individuen, mit vielen Weibchen 

Mitbewohner:                               Außer Cyphotilapia, alle  

Vermehrung:                                Maulbrüter. Abgelaicht wird im offenen Wasser   

Wasserschicht:                           Freiwasserbewohner   

Aquariumtyp:                               Langes und hohes Becken  

Wassernettovolumen:                   Ab 160L im Artenbecken ab 300L in                

                                                  Gesellschaftsbecken
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julidochromis transcriptus "gombe"
 
 

Größe als Nachzucht:     8-12 cm, Weibchen größer   

Futter:                           Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                          In kleinen Gruppen    

Mitbewohner:                 Alle  

Vermehrung:                  Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:              Bodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer  

                                    Grundfllache    

Wassernettovolumen:     Ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neolamprologus pulcher sp. "daffodil" "kantalamba"    

 

Größe als Nachzucht:    8-12 cm selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                          Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                          Bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:                 Alle  

Vermehrung:                  Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:              Bodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer  

                                    Grundfllache     

Wassernettovolumen:     Ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken
 

 

semiadult pulcher "kantalamba"

Neuerdings spricht die Wissenschaft davon, die Arten "pulcher" und brichardi" dieser Familie einer Neuordnung zu unterziehen und den Namen "brichardi" zu streichen. Ich bin davon überzeugt, dass die vielen Arten in der (Sammel-)Gattung "Neolamprologus" in weitere Gattungen, Familien, Arten aufgespalten werden (müssen).  Man denke hier nur an die vielen Arten der Feenbuntbarsche oder Gabelschwanzbuntbarsche und der Schneckencichliden.  Die zuletzt vorgenommene Unterteilung in Altolamprologus, Lamprologus, Lepidolamprologus und Neolamprologus etc. allein ist bei weitem nicht ausreichend.  

 

protrait female pulcher "kantalamba"

 

 

"Daffodil" - der Schmetterling - ist sicher der Schönste der "pulcher" - wenn nicht sogar aller Feen. 

 

 

 

 

 

 

 

Neolamprologus büscheri „kamakonde“  

 

Größe als Nachzucht:    8-11 cm, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                          Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                          Paar

Mitbewohner:                 Alle  

Vermehrung:                  Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:              Bodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer  

                                    Grundfllache    

Wassernettovolumen:     Ab 60L im Artenbecken ab 160L in Gesellschaftsbecken

 

Neolamprologus büscheri "kamakonde" Männchen

"Büscheri" braucht lange um auszuwachsen und geschlechtsreif zu werden. Der recht friedliche Vertreter der Lamprologinigruppe ist bestens mit vielen weiteren Arten zu vergesellschaften.  

 

 

Neolamprologus walteri "kigoma"

 

Größe als Nachzucht:    5-9 cm, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                           mind. 40% fleischlich    

Sozial:                          in kleinen Gruppen oder als Paar     

Mitbewohner:                 Alle  - bei Beachtung einiger Aspeke (vgl. unten) 

Vermehrung:                  Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:              Bodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer  

                                    Grundfllache  

Wassernettovolumen:     Ab 45L im Artenbecken ab 100L in Gesellschaftsbecken

 

Neolamprologus walteri "kigoma" Paar

"Walteri" ist einer der kleinsten und interessantesten Vertreter seiner Gattung. Aber auch einer der aggressivsten. Die Tierchen "zischen" derart geschwind durchs Becken auf "Eindringlinge" zu, dass der Betrachter nur noch schemenhafte Blitze wahrzunehmen scheint. Beifische, welche mit dieser Geschwindigkeit gerammt werden, können böse Verletzungen davon tragen. Am besten ist für ein Paar definitiv ein kleines Artenbecken geeignet. Die kleinen, klaren, blauen Augen faszinieren jeden Betrachter prompt. 

 

 

 

Neolamprologus cylindricus „mamalesa“

 

Größe als Nachzucht:    8-12 cm, selten größer, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                           Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                          In kleinen Gruppen    

Mitbewohner:                 Alle  

Vermehrung:                  Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:              Bodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer  

                                    Grundfllache  

Wassernettovolumen:     Ab 60L im Artenbecken ab 160L in

                                    Gesellschaftsbecken


 

 

Cylindricus sollte keinesfalls mit Julidochromis zusammen gehalten werden. Die Chance bzw. das Risiko der Vermischung ist vergleichsweise hoch, da sich, verhaltensmäßig und optisch schon erkennbar, beide Gattungen sehr sehr nahe stehen.  Das selbe Problem besteht mit dem leleupi-longior-Komplex. 

 

 

Neolamprologus brichardi/splendens „kiku

 

Größe als Nachzucht:    8-10 cm, Weibchen 10% kleiner 

Futter:                           Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                          Bildet Familien-Gruppen in Etagenaufzucht   

Mitbewohner:                 Alle  

Vermehrung:                  Höhlenbrüter. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten   

Wasserschicht:              Bodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit vielen Spalten, Höhlen und großer Grundfllache 

Wassernettovolumen:     Ab 60L im Artenbecken ab 160L in

                                    Gesellschaftsbecken

 

 

Neo. brichardi "kiku" yellow fin

zweifellos einer der hübschesten Vertreter der "Feen".  

Der Familie der "Feen" wir im allgemeinen nachgesagt, dass sie "alleine" eine Art der Etagenaufzucht betreiben. Gemeint ist hier einfach die Tatsache, dass ältere, größere Geschwister im elterlichen Revier nicht nur akzeptiert werden, sondern diese sogar bei der Überwachung und Aufzucht jüngerer Geschwister mithelfen dürfen.Sehr interessantes Schauspiel! Zum einen betreiben aber eigentlich mehr oder weniger alle Lamprologini, also bspw. auch die Julidochromis, diese Art der Familienbildung. Zum anderen werden dabei niemals alle Geschwister von den älteren Jungtieren und den Elterntieren akzeptiert, sondern nur einzelne "Auserwählte". Der Rest wird vehement gehetzt und vertrieben, wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist. Meist ist diese Zeit so nach 3-4 Wochen bei einer Größe von ca. 1 cm gekommen. 

 

   
 

Xenotilapia papilio „tembwe  

 

Größe als Nachzucht:    7-10 cm selten größer, Weibchen 10% zierlicher  

Futter:                           Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                          Paarhaltung eines harmonisierenden Paares    

Mitbewohner:                 Kleinere Sandcichliden, Cyprichromis 

Vermehrung:                  Biparentaler Maulbrüter. Abgelaicht wird in einer Ecke am

                                    Boden 

Wasserschicht:              Untere Freiwasserregion und Sandbodenbewohner    

Aquariumtyp:                 Becken mit Reviersteinen und großer Grundfllache   

Wassernettovolumen:     Ab 100L im Artenbecken ab 200L in      

                                    Gesellschaftsbecken

                             

Eine wirklich erfolgreiche Haltung der Gattung Xenotilapia ist eigentlich nur in reinen Artenbecken möglich, wenn man keine 2m-Becken zur Verfügung stellen möchte.   

Biparentaler Maulbrüter. Beide Elternteile tragen.  

 

 

Enantiopus sp. "kilesa"

 

 

Größe als Nachzucht:                 11-15 cm, Weibchen 25% kleiner 

Futter:                                        Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                                       Gruppen > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                              Cyprichromis

Vermehrung:                               Maternaler Maulbrüter. Abgelaicht wird im Sand

                                                 auf großen Freiflächen   

Wasserschicht:                          Sand-Freiwasserbewohner   

Aquariumtyp:                              Langes und tiefes Becken   

Wassernettovolumen:                  Ab 160L im Artenbecken ab 300L in

                                                 Gesellschaftsbecken

 

 

Maternaler Maulbrüter. Nur die Mutter trägt. 

two male "kilesa" of 13 cm

 

 

Triglachromis otostigma 

 

Größe als Nachzucht:                11-13 cm  

Futter:                                       Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                                      Gruppen > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                             Alle Freiwasserbewohner  

Vermehrung:                              Biparentaler Maulbrüter.                                    

                                                Abgelaicht wird im Sand auf Freiflächen vor Höhlen 

Wasserschicht:                         Sand-Freiwasser-Bewohner   

Aquariumtyp:                             Langes und tiefes Becken, große PVC-Rohre   

Wassernettovolumen:                 Ab 160L im Artenbecken ab 400L in

                                                Gesellschaftsbecken

 

 

 

group of triglachromis otostigma

Der einzige Vertreter seiner Gattung ist ein wahres Juwel in jedem Becken. Seine glänzenden Streifen an den Flanken sind einzigartig faszinierend. Große Rohre mit einem erheblichen Durchmesser sind nötig, damit die Tiere darin und davor Ihre Brut in Ruhe wechseln und austragen können. Der extreme Wühler kann aus eben diesem Grunde nicht gut mit anderen Sandcichliden oder mit Reviertieren der Lamprologini gehalten werden. Ein pflegeleichter und bildschöner Aquarienbewohner.  

group of jung triglachromis

Das Geschlecht ist, wie bei praktisch allen biparentalen Maulbrütern des Sees, optisch nicht zu unterscheiden - für ungeübte Augen.






Aulonocara sp. ...  


Größe als Nachzucht:                8-11 cm  

Futter:                                       Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                                      Harem > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                             Alle Freiwasserbewohner  

Vermehrung:                              Maternaler Maulbrüter                                   

                                                Abgelaicht wird auf Stein-, u. Sandflächen 

Wasserschicht:                         Freiwasserbewohner   

Aquariumtyp:                             Langes und hohes Becken   

Wassernettovolumen:                 Ab 70L im Artenbecken ab 160L in

                                                Gesellschaftsbecken




Cynotilapia sp. ...   


Größe als Nachzucht:                6,5-9 cm  

Futter:                                       Aufwuchs, Flocke   

Sozial:                                      Harem > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                             Andere Mbuna

Vermehrung:                              Maternaler Maulbrüter                                   

                                                Abgelaicht wird auf Stein-, u. Sandflächen, in

                                                Höhlen

Wasserschicht:                         Substratgebunden

Aquariumtyp:                             Langes und tiefes Becken   

Wasservolumen:                        Ab 90L im Artenbecken ab 160L in

                                                Gesellschaftsbecken

 




Chindongo sp. ...   


Größe als Nachzucht:                6,5-9 cm  

Futter:                                       Aufwuchs, Flocke   

Sozial:                                      Harem > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                             Andere Mbuna

Vermehrung:                              Maternaler Maulbrüter                                   

                                                Abgelaicht wird auf Stein-, u. Sandflächen

Wasserschicht:                         substratgebunden

Aquariumtyp:                             Langes und tiefes Becken   

Wassernettovolumen:                 Ab 90L im Artenbecken ab 160L in

                                                Gesellschaftsbecken

 



Labidochromis sp. ...   


Größe als Nachzucht:                6,5-9 cm  

Futter:                                       Aufwuchs, Flocke   

Sozial:                                      Harem > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                             Andere Mbuna

Vermehrung:                              Maternaler Maulbrüter                                   

                                                Abgelaicht wird auf Stein-, u. Sandflächen

Wasserschicht:                         substratgebunden

Aquariumtyp:                             Langes und tiefes Becken   

Wassernettovolumen:                 Ab 90L im Artenbecken ab 160L in

                                                Gesellschaftsbecken


 




Metriaclima sp. ...   


Größe als Nachzucht:                10-13 cm  

Futter:                                       Aufwuchs, Flocke  

Sozial:                                      Gruppen > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                             Wenige andere Mbuna

Vermehrung:                              Maternaler Maulbrüter.                                    

                                                Abgelaicht wird im Sand auf Freiflächen, Steinen

Wasserschicht:                         Substrat-, und  Freiwasserbewohner   

Aquariumtyp:                             Langes, hohes und tiefes Becken

Wassernettovolumen:                 Ab 160L im Artenbecken ab 300L in

                                                Gesellschaftsbecken

 



Otopharynx sp. lithobates 



Größe als Nachzucht:                10-13 cm, Weibchen 15% kleiner  

Futter:                                       Mind. 40% fleischlich    

Sozial:                                      Gruppen > 04 Individuen, mit mehreren Weibchen 

Mitbewohner:                             Freiwasserbewohner  

Vermehrung:                              Maternaler Maulbrüter                                   

                                                Abgelaicht wird im Sand auf Freiflächen, Steinen

Wasserschicht:                         Freiwasserbewohner, balzende Männchen suchen

                                                halboffene Höhlen, Gräben auf 

Aquariumtyp:                             Langes und tiefes Becken

Wassernettovolumen:                 Ab 160L im Artenbecken ab 300L in

                                                Gesellschaftsbecken



Dimidiochromis sp. strigatus



Labeotropheus sp. trevavasae